Ausstellung 5
Rus in der Horde-Zeit
Ab 1240 standen die Fürstentümer Halytsch und Wolhynien den Mongolen bei ihrer Invasion in Europa im Weg. Diese Invasion hat in der Ukraine viel Unheil anrichtet. Die Städte und Dörfer wurden niedergebrannt und zerstört, und viele Menschen wurden getötet oder gefangen genommen. Die Horde zog durch die Länder des Halytsch-Wolhynien-Fürstentums, Lemberg verlor eine große Anzahl von Einwohnern, seine Befestigungen und Festungen wurden zerstört.
Gleichzeitig wurde Lemberg aufgrund seiner geographischen Lage für mehrere Jahrhunderte zu einem wichtigen Handelszentrum zwischen Europa und den östlichen Ländern. Neue Handelswege erstreckten sich nach Kyjiw und auf die Krim, an die Wolga und bis nach Ägypten. Der Handel wiederbelebt. Viele Tataren und Araber ließen sich in und um die Stadt nieder, darunter nicht nur die Krieger, sondern auch die Kaufmänner und Handwerker verschiedener Berufe. Alle haben das Leben der Stadt orientalisch geprägt und einen bemerkenswerten Beitrag zur Kultur und Kunst Lembergs geleistet.
In der Handlungsgeschichte ist ein symbolisches Gespräch des mongolischen Heerführers Burundai, der 1259 die Befestigungsanlagen von Lemberg und anderen Städten der Rus zerstören ließ, mit dem Bojaren und dem tatsächlichen Führer des Halytsch-Wolhynien-Fürstentums Dmytro Dedko, der fast 100 Jahre später mit Unterstützung der Tataren den Widerstand anführte und das Königreich Rus gegen Angriffe von Polen und Ungarn verteidigte, dargestellt.